Mittwoch, 24. Juni 2009

Aufsichtsbeschwerde gegen Chefbeamten

Der Gemeinderat Recherswil hat beim Regierungsrat eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Chef des Amtes für Wald, Jagd und Fischerei eingereicht, weil dieser nach Meinung des Gemeinderates die Bewilligung für das Schützen-Waldfest in Recherswil absichtlich verzögerte und weil er sich weigerte vor Ort eine Besichtigung vorzunehmen. Dies fasste der Gemeinderat als "Verweigerung des rechtlichen Gehörs" auf.

In der Zwischenzeit (nach 2 Monaten) ist nun die Bewilligung doch noch eingetroffen.
Und jetzt stellt sich die Frage, ob der Gemeinderat die Aufsichtsbeschwerde zurückziehen soll.

Was meinen Sie?

Soll Recherswil die Beschwerde zurückziehen, weil die Bewilligung erteilt wurde oder soll sie aufrecht erhalten werden, damit in dem Amt etwas ändert?

Mittwoch, 10. Juni 2009

Soll die Schule bilden oder zu Leistung erziehen?

Vieles ist im Umbruch in der Schule (Harmos, Frühfranzösisch, Frühenglisch, Lehrplan 21, ICT etc.) und man kann durchaus geteilter Meinung sein über Ausmass und Tempo.

Dass aber eine nationale Jung-Politikerin zurück zum Schulsystem aus Gotthelfs Zeiten will, das ist beängstigend.

Ich kann hier nur die Meinung teilen, die die Bloggerin Frau Zappadong in ihrem offenen Brief an Jasmin Hutter geäussert hat.

Da Frau Hutter aus der Baumaschinenbranche kommt, hat sie wohl das Gefühl, dass man ruhig mal mit dem Bagger durch das Schulsystem fahren sollte.

Weil es bei der Schule schlussendlich aber um Kinder (das sind übrigens Menschen, Frau Hutter, keine Maschinen) geht, darf man sich sicher fragen, ob etwas mehr Feingefühl angebracht wäre.

Sonntag, 31. Mai 2009

Korrupte Volksparteien

Die CVP soll kurz vor der Abstimmung über den Lohndeckel bei der UBS von eben dieser Bank eine Spende über 150'000 erhalten haben. Interessanterweise stimmten dann zahlreiche CVP-Politiker/innen anders als angekündigt und verhinderten damit den Lohndeckel bei der UBS.

Auch die SVP - die andere "Volkspartei" - soll eine Spende von der UBS erhalten haben.

Wenn das so abgelaufen ist, wie es der "Sonntag" recherchiert hat, dann hinterlässt das mehr als nur einen komischen Nachgeschmack. Es stinkt zum Himmel!

Die sogenannten "Volksvertreter" der selbsternannten "Volksparteien" setzen sich für alle möglichen Interessen ein, nur nicht für die des Volkes. Sie belügen das Volk und lassen sich von der Wirtschaft bestechen. Das ist schlicht ein Skandal!

Parteien die sich schmieren und vom Big Business ihr Abstimmungsverhalten diktieren lassen, verdienen es nicht, vom einfachen Volk unterstützt zu werden.

Ich hoffe sehr, dass den aktiven Wählerinnen und Wählern endlich die Augen aufgehen. Es gibt genügend Alternativen zu den V-Parteien!



Tags: CVP, SVP, UBS, Volkspartei, Spenden, Sonntag

Sonntag, 17. Mai 2009

Jetzt ist die Kandidatur ums Präsidium offiziell

Nach meinem sehr guten persönlichen Abschneiden bei den Gemeinderatswahlen, werde ich nun als Gemeindepräsident kandidieren.

Ich bin gespannt, ob es eine Kampfwahl geben wird. :-)



Tags: #Wahlen, #Gemeindepräsident

SP behält 3 von 7 Sitzen

Die Wahlen in den Gemeinderat von Recherswil haben ein paar Verschiebungen gebracht, die SP konnte aber ihre 3 Sitze halten.

Da die "Parteilosen" nicht mehr angetreten sind, war ein Sitz neu zu verteilen. Die SVP und die CVP sind mit einer grösseren Liste als vor 4 Jahren angetreten, die FDP mit einer kleineren.

Das fast schon logische Resultat: Die FDP verliert einen Sitz und CVP und SVP gewinnen je einen.

Somit sieht die Verteilung neu wie folgt aus: 3 SP, 2 CVP, 1 FDP und 1 SVP



Tags: #Gemeindepolitik #Gemeinderat #Wahlen #Parteien

Donnerstag, 14. Mai 2009

Butterberg: Wir bezahlen doppelt

Seit Monaten wird der Butterberg in der Schweiz immer grösser und grösser. Die Milchproduktion übersteigt die Nachfrage bei Weitem.

Fazit: Erneut hat die Landwirtschaftspolitik versagt.
Wenn die Bauern für ihre Milch mehr Geld erhalten, produzieren sie auch mehr. Klar. Aber wer hat an den Absatz gedacht?

Ein einfaches Mittel um den Absatz zu fördern, wäre eine spürbare Preissenkung. Aber anstatt die Preise von Milchprodukten zu senken, werden nun mit unseren Steuergeldern "Verwertungsaktionen" durchgeführt. Was immer das heissen mag.

Einmal mehr bezahlen also wir Konsumenten doppelt für die verfehlte Landwirtschaftspolitik dieses Landes.



Tags: #Landwirtschaft #Butter #Milchpreis

Mittwoch, 6. Mai 2009

Zur Zukunft der Tageszeitungen

Der PR-Profi und "Online-Guru" Marcel Bernet schreibt über eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Tageszeitungen:
Bezahlte Tageszeitungen: Das Undenkbare denken?

Hier mein Kommentar dazu:

Sie schreiben, Ihre Kinder und zahlreiche Kollegen lesen News gratis online. Ja, dem ist heute so und es wird wohl auch so bleiben.

Über News die von den Nachrichtenagenturen gesammelt, verifiziert, aufbereitet und weiterverbreitet werden, kann (konnte noch nie) sich ein Medium nicht abheben .

Der Leser/die Leserin kann sich dank der News über das aktuelle Geschehen informieren, aber die Hintergründe, Zusammenhänge und Auswirkungen bleiben unerklärt.

Genau hier müssen die Printmedien ansetzen. Die Zeitungen müssen erklären und kommentieren.

Mit einem Mix aus News-Übersichten, Hintergrundberichten, grafischen Erklärungen, Kommentaren und einer breiten und tiefen Regionalberichterstattung werden meines Erachtens die Tageszeitungen auch in 10 Jahren noch existieren.

Grundvoraussetzung dafür ist aber, dass die Hintergründe/Grafiken und auch die ausführlichen Regionalmeldungen ausschliesslich im Print zu finden sind. Online muss auf Top-News und Service (Events, Kleinanzeigen etc.) beschränkt sein - ausser die anderen Inhalte sind kostenpflichtig.

Wenn sich die Medien etwas weniger auf’s “von den anderen abheben” und dafür mehr auf die Bedürfnisse der Leser/innen konzentrieren, dann kann auch das alte und bestens bewährte Modell der Nachrichtenagenturen zu ihrem Überleben beitragen.

Denn der genossenschaftliche Gedanke, dass einer etwas für alle macht, kann durchaus von der reinen Newsversorgung ausgeweitet werden. Möglichkeiten gibt es viele - für alle Medienarten.



Tags: #Zeitungen #Printmedien #Medienkrise #News #Online

Samstag, 2. Mai 2009

Frauenpower auf der Gemeindeverwaltung

Mit Susanne Jost und Cornelia Uhlmann hat der Gemeinderat zwei erfahrene Frauen mit je einem 80% Pensum für die Nachfolge des bisherigen Verwalters und für den Ausbau der Gemeindeverwaltung gewählt.

Zusammen mit Renate Widmer wird Recherswil ab 1.9.09 eine geballte Ladung Frauenpower auf der Gemeindeverwaltung haben.

Mittwoch, 8. April 2009

Agenturmeldungen als Freiwild

Die Meinung, im Internet sei alles gratis und könne nach Belieben kopiert, runtergeladen und weiterverwendet werden, ist weit verbreitet. Nur, ist dem tatsächlich so?

In letzter Zeit machte insbesondere ein Fall aus Deutschland Schlagzeilen. Die WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) kündigte den Dienst der dpa und der WAZ-Chefredaktor gab in einer NDR-Sendung unumwunden zu, dass sie bei Internetrecherchen auch dpa-Meldungen "finden" und umschreiben. Zitat: "Und so, wie wir Informationen von "dpa" benutzen oder weiter daran arbeiten, so machen wir es aber auch mit anderen Informationsquellen, ohne für diese zu bezahlen."

Die WAZ ist leider kein Einzelfall. In der Schweiz gibt es auch Medien, die den SDA-Dienst gekündigt haben und sich nun im Internet und mittels RSS-Feeds SDA-Meldungen beschaffen.

Wenn sich Medien Agenturmeldungen im Internet beschaffen für die andere Medien bezahlen, dann ist das nicht nur unsolidarisch, sondern es handelt sich um unlauteren Wettbewerb. Denn die bezahlenden Medien müssen ihr Produkt teurer verkaufen und sind damit im Nachteil.

Greift die Gratis-Mentalität des Internet noch mehr um sich, wird es bald keine unabhängigen Nachrichtenagenturen mehr geben, die Informationen sammeln, verifizieren, gewichten, aufbereiten und weiterverteilen. Medien die den Agenturdienst kündigen und dennoch verwenden, verletzen in grober Art und Weise den genossenschaftlichen Gedanken, der einst zur Gründung der Nachrichtenagenturen führte. Besonders störend ist, dass selbst Aktionäre der SDA die Agentur schädigen. Ein sehr kurzfristiges Denken, denn letztlich schaden diese Medien ja der "eigenen" Gesellschaft.

Verschiedene Nachrichtenagenturen gehen nun gegen diese Trittbrettfahrer vor. Sei es, indem die Meldungen mit technischen Hilfsmitteln besser verfolgt werden, sei es indem sie ihre Rechte auch gerichtlich einfordern.

Auch die SDA schaut diesem Treiben nicht mehr länger zu. Sie lässt ihre Interessen juristisch vertreten, hat die betreffenden Medien abgemahnt und wird auch vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht zurückschrecken.



Tags: #Medien, #Content, #Copyright, #Diebstahl, #Nachrichtenagenturen

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